AJS 31 DeLuxe von 1959AJS 31 DeLuxe von 1959

Baujahr: 1959
Fahrgestellnr.: A71xxx
Erstzulassung: 17.07.1960
gekauft am: 24.04.1999
verkauft am: 15.05.2011
mls. bei Kauf: 5.138
mls. bei Verkauf: 5.298
 
Ausführung:

Sie wurde vom schottischen Erstbesitzer gekauft wie sie im Prospekt von 1959 abgebildet ist, mit der Option: two-tone-finish in Blau Weiß.


 

 

Die AJS 31 DeLuxe sieht schon den Anhänger nach WuppertalIm deutschsprachigen AJS und Matchless Forum (http://forum.jampot-germany.de) hatte ich mal die Idee einer Konzentration auf die Marke BMW angedeutet.
Außer einem (Diskussions-)Sturm ist auch ein Tauschangebot dabei angekommen.

Eine BMW R90S gegen die AJS 31 DeLuxe

Nach einigem Überlegen und Telefonaten wurden wir und einig.
Die AJS 31 DeLuxe hat nun in Wuppertal ein neues Zuhause gefunden.

Die Abschiedsbilder sind in der Foren-Galerie unter http://forum.jampot-germany.de/g23-AJS-DeLuxe-von.html zu finden.

Nachdem nun alles gemacht war, die neuen Reifen auch drauf sind ging es auf Testfahrten. Vor der IJR2008 in Polen wollte ich noch einige Meilen auf den Tacho bekommen.
Die ersten kurzen Touren von 5 bis 20 Meilen gingen problemlos von statten.
Am Sonntag sollte es dann eine längere Tour von ca. 100 Meilen werden. Bei einem Zwischenstopp bei LeMichi löste sich die Schraube an dem Kupplungshebel. Das Gewinde war fast ausgebrochen. Also hatte ich beschlossen die Tour abzubrechen und über die Schnellstraße und Autobahn nach Hause zu fahren. 5 Km vor dem Ziel verlor sie massiv an Leistung und der Motor starb ab!!!
Meine Ölabsperrhahn-Konstruktion hatte sich gelöst. Ist komplett abgefallen und hat das Öl über den Auspuff verdampft. Nur im Motor kam nichts mehr an.
Vor der ersten kurzen Probefahrt ...und da blieb sie liegen Heimweg auf dem Anhänger Die Ursache des Übels

Nachdem die AJS wieder in der Werkstatt war, habe ich sie untersucht, instand gesetzt und wieder in Betrieb genommen. Sie hatte genügend Leistung und scheinbar keinen weiteren Schaden genommen. Nur ein Geräusch im linken Bereich des Motors war etwas lauter als zuvor.

Also wurde die die AJS auf dem Anhänger nach Polen gefahren. Dort lies ich die alten Haudegen mal genauer am Motor horchen. "Big end on the left side" war die knappe Diagnose. Also wurde die AJS nicht weiter gefahren um nicht noch einen Pleulabriss zu riskieren.

Zuhause angekommen habe ich die AJS erst mal trocken gelegt (Öl und Benzin raus) und in die Ecke geschoben. Vor Spätsommer oder Winter werde ich nicht mit ihr anfangen, da mich ihr Anblick auf der Hebebühne nervt. Die ersatzweise aktivierte R26 macht dafür richtig Spaß!!

Ölabsperrhahn an der AJS 31 DeLuxeDamit die elendige Ölerei mal weniger wird habe ich mich entschlossen einen Ölabsperrhahn einzubauen. Dieser Hahn im Zulauf muss auf jeden Fall offen sein, wenn der Motor läuft. Der rote Hebel, zusammen mit dem anclipsbaren "Remove before Flight" Fähnchen sollte es funktionieren.
Hierfür wurde der Sechskant-Körper abgedreht und der obere Schlauchstutzen gekürzt, damit der Hahn nahe am Öltank sitzt.

AJS 31 DeLuxe wartet auf neue RäderNachdem ich meinen Arbeitszettel soweit abgearbeitet hatte, beschloss ich, der 31er noch ein paar neue AVONs zu spendieren. Da ich mit ihr die International Jampot Rally in Polen fahren will, wäre es ärgerlich aufgrund der 20 Jahren alten Reifen einen Unfall zu haben.

 

Nachdem ich den V-Reg II Lima Regler von AO-Services eingebaut hatte zeigte das Amperemeter immer noch keine Ladespannung. Also alles nochmals von vorn:

  • Den Restmagnetismus gemessen ohne Feldwicklung bei ca. 2000 min -> 1 – 1,5V OK
  • Den Widerstand der Feldwicklung gemessen -> 3 Ohm OK
  • Limaspannung mit Feld gemessen -> keine Spannung.
    Nachdem ich das Voltmeter richtig angeschlossen hatte zeigte es 30 Volt -> also auch OK.

Die Elektrik der AJS 31DL in der Tool-BoxDen Regler angeschlossen (durch einstecken der Sicherungen) und dabei gesehen, dass eine Sicherung durchgebrannt ist. Kam wohl von dem alten, defekten Regler. Nachdem ich eine funktionierende Sicherung eingesteckt hatte, klappte es auch mit dem Ladestrom. Das Amperemeter schnellte mit jedem Gasstoß nach rechts (Charge).
Evtl. schreibe ich auch hierzu mal eine Anleitung.

Nun kommt sie erst mal von der Hebebühne für weitere Testfahrten.
Was auf jeden Fall noch zu machen ist:

  • Der O-Ring an der Kickstarterwelle
  • Neue Reifen hinten und vorne
  • Neue Sitzbank oder Schaumkern, da der Vorhandene aus den Spalten bröselt.
Leider war der Regler (bekannte deutsche Marke) defekt und killte dabei gleich die Lima. Das Ganze ging auf Garantie. Habe mich aber entschlossen den Kauf wieder zurück abzuwickeln, da ich das Vertrauen in diese Kombination verloren hatte. Die Lima war schon zweimal zum Aufarbeiten und der Regler war angeblich überprüfte Ersatzware. Ich habe mich nun entschlossen meine originale Lima auf 12V und Minus an Masse umzukabeln. Als Regler werde ich ein bekannt gutes Produkt aus England benutzen.

Die rutschende Kupplung habe ich dem Volllaufen des Primärkastens mit Motoröl zugeschrieben. Normalerweise ist die Primärkette nur leicht mit Öl bedeckt. Bei mir kann das Öl aber schon hinter der Kupplung raus.

Als Ursache habe ich das Cranckcase Breather Valve identifiziert (oder ausgedeutet). Dies scheint nicht ganz zu schliessen und entlässt somit Öl aus dem Sumpf in den Primärkettenkasten. Mal schauen ob der Austausch das ewige Problem der rutschenden Kupplung (und Ölpfützen) beseitigt.

Mal wieder um den Block gefahren und gleich wieder ein paar Fehler entdeckt.

Der Vergaser suppt (Schwimmernadel getauscht), die Kupplung rutscht immer noch und die Lima lädt nicht.

Der Ölverlust and der Kickstarterwelle rührt von einem nicht passenden O-Ring von Jampot Spares. Habe mir den angeblich passenden besorgt. Kommt aber immer noch Öl heraus.

Nach einer ausgiebigen Probefahrt wurden die nächsten Fehler entdeckt.

  • Bei höheren Geschwindigkeiten fängt sie an gefährlich zu pendeln bis zum Lenkerschlagen. Da muss ich das Schwingen- und Lenkkopflager kontrollieren und die Gabel und Federbeine prüfen.
  • Die Bremsen vorne rubbeln, die Hinteren quietschen.
  • Die Lima lädt nicht. Also Akku, Lima und Ladespannung prüfen.
  • Die Kupplung rutscht durch und an der Kickstarterwelle verliert sie Getriebeöl.
  • Mein Halter für die Seitenständerfeder ist auch etwas brüchig und sollte ersetzt werden. Ausserdem Ventile einstellen und Zylinderkopf nachziehen.

Die Schwingen- und Lenkkopflager sind einwandfrei und ohne spürbares Spiel. Das Gabelöl habe ich getauscht obwohl das vorhandene gut aussah. Auch die Menge hatte gestimmt. Bleiben also nur noch die Federbeine als Ursache für das Lenkerschlagen. Dasselbe Problem hatte ich auch bei der Ducati und wurde durch Instandsetzen der Mazocchis behoben. Der Haken an den Girlings ist, dass sie nicht zerlegbar sind und somit nicht reparierbar. Also habe ich mich einwenig umgesehen und Hinweise auf eine Reparaturmöglichkeit gefunden. Man bohrt hierzu den Dämpferzylinder an, lässt das Restöl ab und spült das Ganze mit frischem Öl. Dann wird der Dämpfer wieder mit Öl befüllt und das Loch verschlossen. Evtl. schreibe ich mal eine bebilderte Reparaturanleitung. Mittlerweile gibt es guten Ersatz über den Club und englische Händler.

Der neue Halter für die Seitenständerfeder hat sich erübrigt, da ich die originale Befestigung gefunden habe. Ein kleines Loch im Rahmen, welches meist mit Fett und Dreck verschmiert ist und somit unsichtbar.

Dann hat sie noch einen neuen Kabelbaum bekommen samt Hupe und Bleigel-Akku.

Die Elektrik habe ich auf 12 Volt und Minus an Masse geändert. Hab für einen sehr fairen Preis von Jan eine 12V Lima samt elektronischem Regler bekommen.

Neue Benzinhähne bekommen und eingebaut. Auch habe ich die erste Stelle an dem Motorrad gefunden an der gepfuscht wurde. In der Vergangenheit hat jemand das Magneto-Gear unter Einsatz eine Meisels oder Schraubendrehers entfernt. Dadurch sind ein paar Kratzer im Alugehäuse. Ist aber nicht tragisch.
Auf den Zahnrädern ist aber auch eine saubere OT Markierung. Da hat einer mal mitgedacht. Ich werde sie um die Zündmarkierung ergänzen.
Jetzt verliert sie nur noch über die Kickstarterwelle etwas Getriebeöl.

Die erste kleine Tour ist nach 10 Meilen wieder vorbei. Die Benzinhähne liefern nicht genügend Sprit. Der Motor stirbt nach kurzer Laufzeit wieder ab.
Also werde ich mich auf der Veterama nach neuen Benzinhähne oder besseren Dichtungen umschauen und die Tour mit der Ducati weiterfahren.

She Bangs!!
Fünf Tritte und ein wenig an den Hebeln gespielt und schon lief sie.
Zuerst mal um den Block gefahren. Hat was von einem Traktor. Auch die Rechtsschaltung erfordert volle Aufmerksamkeit. Und nachdem ich wieder zurück war habe ich erst mal Luft nachgefüllt, das Hinterrad und den Rahmenanbau festgezogen und ein Nummernschild angeschraubt. Eigentlich sollte man diese Arbeiten ja vor der ersten Fahrt tun.
Nun hat sie die Werkstatt verlassen (nach fast 5 Jahren) und wartet in der Scheune auf besseres Wetter und ausgiebige Probefahrten.

Nachdem ich mich fast 5 Jahre vor dem Innenbeschichten des Benzintanks gedrückt habe (ist der mieseste Job einen Restaurierung) war es nun soweit. Nun ist er innerlich OK, braucht aber Außen eine neue Lackierung.
Die Restarbeiten sind auch fast erledigt. Einzig der Tank mit Benzinleitungen muss noch montiert werden. Dann kann es zu einen ersten Probefahrt gehen.

Sie kam dann sofort auf die Hebebühne und ich begann sie zu reparieren. Seit Anfang 2000 ruhen jedoch die Arbeiten. Bedingt durch Beruf, Hauskauf und Motorrad fahren fehlte mir Zeit und Lust sie fertig zu stellen.
Nun wurde die AJS von der neuen Hebebühne in der neuen Werkstatt von der XL185 vertrieben und hofft trotzdem auf eine Saison 2002.

Bei einer ersten Testfahrt im Juni 1999 musste ich die AJS nach 17 Meilen wieder abstellen. Massiver Ölaustritt durch defekte Dichtungen, Benzinverlust durch einen 10 cm Riss im Tank und eine rutschende Kupplung durch eine verbogene Hauptgetriebewelle zwangen mich dazu.

Die AJS wurde 1996 von meinem Freund Remo in England bei Surrey Cycles in Cranleigh gekauft und nach Deutschland importiert. Sie stand dann ungefahren in unserer Frankfurter Werkstatt bis Remo sich 1999 entschloss sie zu verkaufen. Da die AJS in sehr gutem originalen Zustand, eine seltene Ausführung war und sie Sabine gefiel, habe ich sie gekauft.

Als erstes trat ich dem AJS & Matchless Owners Club bei. Durch das umfangreiche Ersatzteillager und die verfügbaren Informationen des Clubs ist es mir erst möglich die AJS originalgetreu zu restaurieren und erhalten.