BMW K1 von 1990BMW K1 von 1990

Produktionsdatum: 12/1990
Fahrgestellnr.: 6377xxxK1
Erstzulassung: 19.03.1991
gekauft am: 24.05.1999
verkauft am: 15.08.2005
km bei Kauf: 27.296
km bei Verkauf: 38.747

Ausführung:
Schweizer Modell mit seitlichen Motorverkleidungen, ABS, White Power Federbein, K1-Aufkleber, Alarmanlage, K1- Gepäcksystem und Tankrucksack

 


 

Jetzt ist die K1 weg. Ein freundlicher Däne hat sie gekauft. Somit wird sich auf der K1 Seite nichts Neues mehr tun.

BMW K1 BMW K1

BMW K1 BMW K1

Es gibt sie noch, die Aufkleber für die K1 mit dem Schriftzug K1 für Verkleidung und Schutzblech und die Zierlinie für die Modelle ohne K1 Schriftzug.
Ich habe sie einfach bei BMW Glöckler in Frankfurt bestellt und nach ca. 6 Wochen bekommen. Also nix mit Scanner und Schneidplotter oder betteln im Internet. Einfach bestellen.

Hier die Teilenummern und Preise ohne MwSt. für die silbernen Aufkleber:
- Abziehbild “K1” Seite, 51142315851 & 51142315852, je Euro 31,35
- Abziehbild “K1” Vorderrad, 51142315853 & 51142315854, je Euro 20,21
- Abziehbild Zierlinie, 51142322383 & 51142322384, je Euro 9,29

(Aktueller Hinweis: das war 2003. Mittlerweile schaut es mit Sicherheit anders aus.)

Pünktlich eine Woche vor dem Start der Urlaubstour 2002 nach Südfrankreich wurde der Hauptbremszylinder undicht. Das Unangenehme daran ist, dass die austretende Bremsflüssigkeit den Lack der Verkleidung ablöst.
Der neue Kolben, samt Dichtringen und Anschlagschraube hat die Teilenummer 32 72 2 332 037 (entgegen der Angaben in diversen Foren und Websites) und kostet ca. € 35 (im Jahre 2002).
Der Wechsel ist ganz einfach. Man sollte aber auf jeden Fall eine große, flache Schale auf den Deckel des Werkzeugfachs stellen bevor man den Kolben herauszieht. Sonst läuft eine Menge Bremsflüssigkeit über die Verkleidung. Danach die beiden Bremszangen entlüften. Nach einer knappen Stunde war ich fertig mit der Reparatur.

BMW K1 auf der Rückreise von FrankreichAm nächsten Tag ging es in drei Etappen über die Schweiz nach Südfrankreich. Vom Start an leuchtete die rote Warnleuchte. Ich ignorierte dies, da die Bremsen funktionierten und der Motor auch gut lief. In der Schweiz fuhren wir aber direkt zu 2Rad-Stucki. Peter Stucki fand den Fehler sofort. Ich hatte beim Einbau des Bremshebels den Mikroschalter des Bremslicht verklemmt. Während Peter das richtete, ging ich mit Fritz Stucki in den Occassionen-Keller. Ein Fehler! Ich sah (und kaufte 3 Tage später telefonisch) mein zwölftes Motorrad. Eine Ducati 900 S2.

Was folgte waren Ausgaben für Fachliteratur, einige Spezialwerkzeuge und einen Sebring-Auspuff. Die Zulassung samt neuem Hinterreifen hatte ich bereits erledigt.

Im Jahr 2000 machte ich mit meinen Freunden eine Korsika-Reise. Dort bewies sie ihre Zuverlässigkeit und ihr schlechtes Kurvenverhalten (siehe Reifen!).

Ein Wort zur Bereifung:
Mit den montierten ME Z1 & Z2 fuhr die K1 sehr instabil und störrisch. Ein richtiges Geschwür. Erst die Montage von ME Z4 veränderte das Fahrverhalten massiv. Die K1 ist nun agil, spurtreu und zielgenau in den Kurven und scheint min. 100 kg an Gewicht verloren zu haben.

Als einen Meilenstein in der BMW-Motorrad-Geschichte kann man die K1 ohne Zweifel bezeichnen. Ungeachtet dem Aussehen. Auch der Tipp von “Das Motorrad” nur Nachts mit der K1 zu fahren, damit man vor Spott sicher ist, gilt heute nicht mehr.

Meine K1 stand bei 2Rad-Stucki in der Schweiz. Aufgrund des R26 Flops hatte ich bei Ihm noch etwas gut. Somit bekam ich die K1 zu der Hälfte des in Deutschland üblichen Preises. Eigentlich wollte ich sie gleich weiter verkaufen, da ich bereits 6 Motorräder hatte und der Platz knapp wurde. Mangels Käufer und einiger schönen Ausfahrten entschloss ich mich, die K1 doch meiner Sammlung einzuverleiben.