BMW F800R von 2013BMW F800R von 2013 "Heidi"

Produktionsdatum: 2013
Fahrgestellnr.: Z391xxx
Erstzulassung: 30.07.2013
gekauft am: 23.07.2013
km bei Kauf: 5

Ausführung:
Neufahrzeug in Mineralsilber (Rentner-Beige) mit Dynamic- und Touring-Paket und Option Reifendruck-Kontrolle (RDC). Dazu noch Navi-Halter mit Platte und Craddle und die Sport-Packtaschen.

 


 

Gerade hat der Kundendienstmeister angerufen und die Rechnung von €720 avisiert, da er das alte (mein) ABS zurück zu BMW schicken muss.

Ich bin mehr als enttäuscht – BMW baut einen Kabelbaum falsch ein, repariert ihn liederlich und ich habe jahrelang den Ärger und darf dafür auch noch zahlen!

Mal schauen was als Nächstes ausfällt oder kaputtgeht und mir es erneut ermöglicht wird, die Händler- und BMW Kassen weiter zu füllen.

Nach einer Woche meldete sich der Kundendienstmeister wieder mit der schlechten Nachricht, dass es nun doch das ABS ist. Sie könnten den Fehler reproduzieren indem sie an dem Stecker zum ABS wackelten; wenn sie das neue ABS anschießen trat der Fehler nicht auf. Ich solle die F800R abholen und erst mal 1000 km fahren. Zunächst bräuchte ich nichts zu zahlen. Auf meinen Hinweis, dass ich zwei Jahre für die 1000 km bräuchte, schlug er vor sich in 4 Wochen nochmals nach dem Stand zu erkundigen.

BMW F800R Neuese ABS vom Dezember 2016

So ganz sicher scheint sich die Werkstatt nur doch nicht zu sein, ob dies wirklich die Ursache ist. Ich vermute immer noch das es an einem Wackelkontakt des Steckers oder der damaligen Reparatur am Kabelbaum liegt.

Mal schauen wie es sich ausgeht.

Auf der Fahrt zum vereinbarten Termin fiel die Tachoanzeige aus und die rote Warnleuchte ging an. Kurz vor dem Rüsselsheimer Dreieck zuckte der Zeiger kurz, die Warnleuchte ging aus, doch umgehend zeigte sich dasselbe Fehlerbild. Wohl ein Kollateralschaden der Schläge auf die Bremsscheibenhalterungen. In der Werkstatt angekommen wurde auch der zusätzliche Fehler moniert.

Das Ersatzfahrzeug war eine 17 Jahre alte F650GS mit durchgesessener Sitzbank. Aber sei's drum.

Schon eine Woche später rief der Kundendienstmeister an und sagte Heidi wäre abholbereit. Auf die Rückfrage, ob auch der ABS Fehler behoben ist wurde ich auf Halten gelegt und nach einigen Minuten kam die Antwort, dass Heidi am Tester hängt und es doch noch ein wenig dauert.

Ein paar Tage später meldete sich der Kundendienstmeister mit der Hiobs-Botschaft – das ABS müsse komplett getauscht werden - 1050 € plus 180 € für die Montage. Ein Austausch auf BMW-Kosten käme nicht infrage, da das Fahrzeug schon 6 Jahre alt ist. Allerdings käme mir BMW entgegen und würde die Hälfte der ABS-Kosten übernehmen, da Heidi erst 7500 km auf der Uhr hat. Wie großzügig für schlecht konstruierte Komponenten. Nach ein paar Stunden Bedenkzeit und dem Hinweis, dass der Fehler wahrscheinlicher in der Peripherie oder der Steckverbindungen zu suchen ist, willigte ich der Reparatur ein.

Nach ein paar Tagen dann der Anruf des Kundendienstmeisters, dass der Tausch des ABS den Fehler nicht behoben hat und mein altes ABS wieder eingebaut wurde. Bei der Montage hat die Werkstatt bemerkt, dass ein- und aus-stecken von Kabeln den Fehler behob. Also hat man alle Steckverbindungen mehrmals ein- und aus-gesteckt und somit das Problem behoben. Die Reparatur wäre für mich auch kostenlos. Na also.

BMW F800R Der ABS Stecker soll Ursache des Tachoausfalls zu sein

Bevor ich Heidi abholte wurde das Ersatzfahrzeug noch bei einer Tankstelle in der Nähe der Werkstatt vollgetankt. Danach sprang sie nicht mehr an, da die Batterie entladen war. Also wurde das Geschwür zur Werkstatt geschoben und meine F800R freudig in Empfang genommen. Auch ein R90S Schlüsselanhänger wurde mir kostenlos überlassen – danke.

Nach ca. 10 km kurz vor dem Frankfurter Flughafen fiel der Tacho erneut aus und die rote Warnleuchte wieder an. Also gedreht und zurück zur Werkstatt. Am Rüsselsheimer Dreieck ging alles wieder. Nun erfuhr ich, dass der Fehler im hinteren ABS Sensor bei 140 km durch einen gebrochenen Hauptkabelbaum verursacht wurde. Dieser wurde schon bei der Montage im Werk fehlerhaft montiert. Der Kabelbaum wurde durch die damalige Werkstatt repariert. Hätte ich dies damals gewusst, hätte ich die BMW zurückgegeben! Nun vermutet die Werkstatt noch eine fehlerhafte Reparaturstelle oder defekten hinteren ABS Sensor.

Mein Ersatzfahrzeug ist diesmal eine F750GS mit 670 km auf der Uhr.

Nachdem der Kundendienstmeister und ein Werkstattmonteur das Klappern bei einer Probefahrt bestätigt wurde konnten dieses aber auch nicht lokalisiert werden. Nun sollte der hinzugerufene Chef eine Testfahrt durchführen und hat beim Rückwärts schieben sofort gesehen, dass der äußere linke Bremsbelag nur in dem vorderen Bolzen gehalten wurde. Der Belag schlug hart auf die Verschraubung der Bremsscheibe. Der Fehler wurde schnell repariert, jedoch wurden die Aluhalter der Bremsscheiben deutlich beschädigt.

BMW F800R Scharte in der Felge durch fehlerhafte Bremsbelag-Montage  BMW F800R Scharte in der Felge durch fehlerhafte Bremsbelag-Montage

Dem Händler war dies nun sehr peinlich und er wollte sich noch am selben Tag melden, ob die Felge ausgetauscht oder repariert werden kann. Nach kurzer Wartezeit meldete sich der Händler und wollte eine Instandsetzung per Lackierung vornehmen. Ein Termin inkl. kostenlosem Ersatzfahrzeug für die zwei Wochen, die die Werkstatt für die Instandsetzung braucht, wurde vereinbart.

Nach knapp 1000 km in zwei Jahren habe ich beschlossen mal wieder eine Inspektion bei dem BMW Händler in meiner Nähe machen zu lassen. Nach einiger Wartezeit auf den Termin wurde die Inspektion durchgeführt und zusätzlich eine gebrochene Ständerfeder ersetzt. Nachdem ich das Ersatzfahrzeug, eine neue F750GS mit Schaltassistent (braucht kein Mensch) abgegeben hatte nahm ich Heidi in Empfang und machte mich auf den Heimweg. Aus der Fahrt fiel mir ein Klappern auf, was ich allerdings auf meinen Halbschalenhelm mit Klapp-Visier schob. Sicherheitshalber habe ich mal geschaut, ob die Batterie auch festgeschraubt ist.

BMW F800R Inspektiosheft

Die F800R stand nun erst mal wieder unbenutzt für 4 Wochen in der Scheune um dann für eine kurze Fahrt zum Discounter zu dienen. Das Klappern war recht stark und ließ sich im Bereich der Gabel lokalisieren. Da ich nichts gefunden habe wurde ein kurzfristiger Termin in der Werkstatt vereinbart.

Der Einbau der Lenker-Erhöhung bedingte nun doch einen Umbau des Navi-Halters. Mein grober Blick vor dem Umbau tauschte mich leider und somit gibt es zusätzliche Arbeiten.

Der originale Halter besteht aus einer dünnen Kunststoff-Platte, welche die runde Form des „Tanks“ aufnimmt und nach oben eine plane Fläche bietet.
Nun galt es den Halter soweit zu verlängern, dass der Lenker problemlos eingeschlagen werden kann.
Eine erste Schätzung ergab, dass es mit 10 mm ausreichend wäre. Also wurde aus einem 10 mm Flach-Alu dein passendes Zwischenstück angefertigt.

 

F800R - Navi-Höherlegung F800R - Navi-Höherlegung

Ich hatte aber nicht bedacht, dass der Lenker mit der Höherlegung weiter zum Fahrer kommt und der Navi-Halter mit der Höherlegung weiter nach vorne wandert. Das Resultat davon – 10 mm sind zu wenig. Beide wandern zwangsläufig gegeneinander und mit einer reinen Erhöhung ist es nicht getan.
Es braucht einen Versatz nach hinten, um das Navi über den Lenker zu führen.

F800R - Navi-Höherlegung

Der Einfachheit halber habe ich das zweite Zwischenstück erst mal aus 10 mm Gummi hergestellt und provisorisch montiert, um den benötigten Versatz zu ermitteln.
Das hat sehr gut geklappt und der Lenker kann sich frei bewegen.

F800R - Navi-Höherlegung F800R - Navi-Höherlegung

Ich habe es bisher bei dem Provisorium belassen, bis ich mich entscheide wie die Navi-Höherlegung nun endgültig aussehen soll – 2 Aluplatten, aus GFK oder ein Blech-Biege Teil.
Nichts ist dauerhafter als ein Provisorium.

Der Kupplungsschalter der F800R ist eine eingebaute Sollbruchstelle. Ein nur leichter Zug an dem Kabel lässt den Schalter zerbrechen. Dies passierte mir beim Demontieren des Lenkers. Ich hatte vergessen den Kabelbinder des Schalter Kabels zu öffnen.

Kupplungsschalter F800R Kupplungsschalter F800R

Bei dem Kupplungsschalter handelt es sich um einen üblichen Mikroschalter mit einem Adapter für den Kabelstecker. Dies ist nur mit sehr dünnem Plastik verbunden.

Die Reparatur des Kupplungsschalters ist recht einfach. Hierzu habe ich zwei kleine Kupferdrähte als Verlängerung an den Adapter angelötet.

Kupplungsschalter F800R

Die Kontakte des Mikroschalters wurden leicht aufgebogen und an den Stecker-Adapter angelötet. Die Schwierigkeit ist die kurze Lötzeit, damit sich die Kupferverlängerungen nicht selbst ablöten.

Kupplungsschalter F800R Kupplungsschalter F800R

Damit das Ganze noch mechanisch stabiler wird habe ich den Zwischenraum mit Stabilit Express ausgegossen.

Kupplungsschalter F800R Kupplungsschalter F800R

Kupplungsschalter F800R Kupplungsschalter F800R

Wie man auf den obigen Bildern sieht habe ich nicht genau gearbeitet. Die beiden Teile sind etwas versetzt. Das wäre kein Problem wäre es in die andere Richtung. Hier musste ich allerdings mit einer Feile den Versatz reduzieren damit es einwandfrei montiert werden kann. Das der Schalter durch die Reparatur länger geworden ist macht keine Probleme. In dieser Richtung ist genügend Platz vorhanden.

Kupplungsschalter F800R

Ich fahre mit Heidi ja sehr gerne, aber die Ergonomie ist nicht so der Hit. Die Handgelenke und der Hintern schmerzen schon nach einer Stunde fahrt. Ein Zeichen, das die Ergonomie nicht in Ordnung ist.

Bei dem Kauf hatte ich (1,88 Körpergröße) gleich die erhöhte Sitzbank geordert damit der Beinwinkel angenehm bleibt und ich keinen Krampf bekomme. Die Erfahrung mit der K1 und Ducati hatten mich dafür sensibilisiert.
Eine höhere Sitzposition bedeutet auch, dass sich der Oberkörper mehr nach vorne verlagern muss. Dies hatte ich nicht bedacht.
Jan-Hendrik (ähnliche Körpergröße) benutzt bei seiner F800R die Lenker Erhöhung von Wunderlich und ist damit sehr zufrieden. Da ich, im Gegensatz zu Jan-Hendrik den originalen Tank-montierten Navi-Halter habe, schien mir der Platz zu knapp.

F800R Lenker vor Umbau

Ich schaute nach anderen Lenkern, fand jedoch nichts, was mich angesprungen hat. Somit habe ich nochmals zwischen Lenker und Navi-Halter geschaut und gedacht, dass es schon, wenn auch knapp passen könnte. Somit war die Entscheidung für die Lenker Erhöhung getroffen.

Vorbereitung Lenkerumbau

Der Einbau ging dank der bebilderten Anleitung reibungslos vonstatten - mit zwei Schönheitsfehlern:

  1. Der Kupplungsschalter ist auseinander gebrochen. So wie dieser aufgebaut ist eine klare Sollbruchstelle. Siehe Beitrag F800R Reparatur des Kupplungsschalters

F800R Kupplungsschalter abgebrochen

2. Der Platz zwischen Lenker und Navi ist doch zu eng. Der Navi-Halter muss höher gesetzt werden. Siehe Beitrag F800R Zwischenplatte für den Navi-Halter

F800R Lenker stößt and Navi Halter F800R Lenker stößt and Navi Halter

Nach Beheben dieser kleinen Unwägbarkeiten passt und funktioniert es nun einwandfrei.

Außerdem sah ich in den Rückspiegeln überwiegend meine Schultern. Ein unbefriedigender Zustand, den es auch galt zu korrigieren.
Für das Spiegelproblem dachte ich zuerst an Lenkerenden-Spiegel, wie ich sie bei dem R100RS Umbau vorgesehen habe. Dazu müssten die Lenkerenden-Gewichte ausgetauscht werden. Die Erfahrungsberichte mit entsprechenden Spiegeln haben mich auch nicht wirklich überzeugt.
So entschied ich mich die vorhandenen Rückspiegel mit Spiegelverbreiterungen (auch von Wunderlich) zu benutzen. Diese waren schnell und einfach angebaut.

Leider war die Klemmschraube des rechten Spiegels so an geknallt, dass sich die Schraube nur zerstörend lösen ließ.

Abgebrochener Spiegelhalter

Anfang Juni habe ich nach zwei Monaten Wartezeit einen Termin für die Inspektion von Heidi bekommen. Motorradservice scheint also ein gutes Geschäft zu sein – zumindest im Rhein-Main Gebiet.

Also Heidi beim Freundlichen abgegeben und mit dem Ersatzmoped (F800GT) zur Arbeit gefahren. Alles recht unspektakulär. Die F800GT fährt sich bequem. Sie hat allerdings eine Roller-Anmutung wenn man darauf sitzt.
Wieso schreibe ich dann darüber?
Ich hatte beim Abgeben gesagt, dass sie nochmals nach der Wasserpumpe und den Tropfverlusten schauen sollen. Damit war ich schon mal während der Garantiezeit des Mopeds vorstellig und dies wurde damals als normal erklärt.

Als ich Heidi abholte wurde mir freudig erklärt, dass ein zusätzlicher Ablaufschlauch auf Kulanz montiert wurde. Kostenaufwand von ~€130, die BMW zahlt. Die Tropfen werden nun wie bei den neueren Baujahren direkt aus dem Sichtbereich nach unten abgeleitet.

F800R Ablaufschlauch für die Wasserpumpe

Somit hat sich die Inspektion beim Freundlichen doch gelohnt, obwohl ich schon an der Sinnhaftigkeit außerhalb der Garantiezeit zweifelte.

Mein Freund Jan sagte mir, dass in Kaufberatungen für die F800R meines Baujahres (2013) besonders die Elektrik als ein Kritikpunkt aufgeführt wird. Das hatte ich bereits gemerkt und Anfang dieser Saison wieder mal erfahren.

Beim ersten Start des Motorrades hatte sie keine Ladung auf der Batterie. Die Spannung war unter die Mindestspannung gefallen. Laden über Nacht mit dem BMW Ladegerät belebte sie wieder und am nächsten Tag sprang Heidi an. Allerdings am folgenden Tag wieder nicht. Obwohl das Ladegerät wiederum über Nacht angeschlossen war. Die Tiefenentladung hat der Batterie den Garaus gemacht. Das war jetzt schon Batterie Nr. 2.

Ärgerlich, da ich das Ladegerät den ganzen Winter über direkt neben Heidi liegen hatte. Ich hätte es nur mal benutzen müssen. Selbst schuld.
Die Lehre daraus – der Ruhestrom meiner F800R ist so hoch, dass sie regelmäßig bei längerem Nichtgebrauch geladen werden muss. Ansonsten wird die Batterie tiefen-entladen bis zur Zerstörung.
Dies hat BMW vielleicht bei den Vorgängern und Nachfolgern besser gemacht und den Ruhestrom deutlich reduziert.
Also wird die Batterie nun nach spätestens 4 Wochen an das Ladegerät gehängt um der Tiefenentladung vorzubeugen.

Nun wollte ich kein Vermögen für eine neue Batterie von BMW ausgeben. Die Qualität hat mich auch nicht wirklich überzeugt. Da ich kein Fan von ebay bin haben die dortigen Angebote zwar gezeigt wo der untere Preispunkt liegt aber mich nicht zum Bestellen bewegt.
Fündig wurde ich bei Polo. Eine heruntersetzte AGM Batterie (jetzt €78,37) gab es mit zusätzlichen 20% online-Rabatt und versandkostenfrei. Also war ich mit €62,70 für eine neue Batterie dabei.

Im Juni 2015, nach gerade mal 4800 km fiel Jan auf, dass an meiner F800R Kühlflüssigkeit austritt.
Da ich Heidi vor unserer Vogesen-Tour im Mai ordentlich gereinigt hatte, kann dies nur innerhalb der letzten 800 km passiert sein.

Ich erinnerte mich etwas darüber in eine Reparaturanleitung gelesen zu haben.
Ein kurzes Suchen ergab die knappe Information, dass bei Kühlflüssigkeitsaustritt an dieser Bohrung ein oder zwei O-Ringe defekt sind und die BMW in die Werkstatt muss.
Also habe ich bei Motorrad-Senger angerufen und das Problem geschildert. Diese meinten, wenn nur wenig austritt wäre das kein Problem. Erst wenn die ganze Seite voll Kühlwasserablagerung ist müsste man etwas tun.

Diese Aussage war mir zu unscharf. Vor allen Dingen, da meine Garantiezeit in Kürze endet. Also bin ich Samstags mal vorbeigefahren und habe Kollege Senger drauf schauen lassen.
Sein Kommentar: Dieses Modell (F800R Baujahr 2013) hat Gleitlager und ein Kühlwasseraustritt wäre normal. Es sind mehrere Tausend Kilometer nötig bis sich die Gleitlager eingeschliffen haben. Einfach reinigen und beobachten. Bei den neueren Modellen hat BMW einen Ablaufschlauch montiert, damit man es nicht sieht.
Ich kenne das von Gleitlagern allerdings etwas anders. Bei meiner häuslichen Brauchwasser-Anlage sind die Gleitlager Rettungslos zerstört sobald an der Wasserpumpe Wasser austritt.

Ich habe den Zylinder mit dem guten BMW Kardanspray gereinigt und werde es weiter beobachten.

Undichte BMW F800R Wasserpumpe Das gute BMW Kardanspray

Nachdem die Armaturen doch immer wieder mal ausgefallen sind und dann meist am nächsten Tag wieder funktionierten hab ich es erst mal ignoriert.

Doch letztens am Freitag bei 35°C gingen sie wieder nicht. Das hat mich so genervt, dass ich umgehend beim Freundlichen angerufen hab.
Er meinte sich an eine Austauschaktion erinnern zu können...

Ja, bei den Modellen bis Baujahr 07/2013 werden beide Lenkerarmaturen (vorsichtshalber) von BMW ausgetauscht.

Den Termin habe ich nun nächste Woche. Bin mal gespannt und versuche alle Details über den stillen Rückruf zu bekommen und werde sie hier veröffentlichen.

Unverständlich ist, das mich BMW nicht direkt anschreibt und über den Austausch informiert.
Aber das wäre dann ein Rückruf und würde die Statistik versauen...

Nachtrag:

Der Austausch war problem- und kostenlos.

Der neue Blinkschalter hat einen deutlichen Druckpunkt beim Zurücksetzen und ist auch leichtgängiger.
Das linke Kombischalter-Gehäuse hat verschlossene Angüsse für weitere Schalter. Man sieht den Einsatz vom Spritzwerkzeug.
Es ist kein genereller Rückruf, sondern wird nur getauscht, wenn es zu Fehlfunktionen/Ausfällen kam. Dann aber sicherheitshalber beide Kombischalter.
Also, wenn ihr bei eurer F800 Fehlfunktionen feststellt, den Freundlichen anrufen und den Austausch vereinbaren.

Ab und an habe mal eine kleine Fahrt gemacht mit Heidi, da es noch recht kalt und für eine größere Tour keine Zeit war.

Als ich am Sonntag meine Mutter besuchte funktionierte die linke Schaltereinheit am Lenker nicht mehr. (km-Stand: 1854)
Keine Blinker und keine Hupe :-(
Also wurde nach Alter Väter Sitte mit dem ausgestrecktem Bein mein Richtungswechselwunsch der Umwelt kund getan.

Linke Griffeinheit der F800R

Wieder Zuhause angekommen suchte ich den Fehler:

  • Zunächst das Diagnosegerät dran gehängt und die Fehlerspeicher ausgelesen.
    Im Zentralrechner gab es eine Fehler "Bremshebel Schalter ohne Funktion (oder so ähnlich)
  • Diesen habe ich gelöscht, was aber die Funktion der Schaltereinheit nicht wieder brachte.
  • Dann die Batterie abgeklemmt und nach einer Minute wieder angeschlossen.
    Dann ging alles wieder.

Immer wenn ich in der Scheune an Heidi vorbeigehe schalte ich die Zündung ein und prüfe ob die Schalter noch gehen.
Das ging ein paar Tage gut - bis Heute. Da wollte erst alle Schalter nicht mehr funktionieren und dann nur noch der Blinker nach links. Lies sich allerdings nicht zurücksetzen.
Nach einigem rumwackeln funktionierte es mal wieder.

Bei nächster Gelegenheit werde ich mal den Freundlichen aufsuchen und eine Behebung fordern. Ist schließlich erst 8 Monate alt.
Aber wer weiß mit welchen Fehlern sie dann wieder aus der Werkstatt kommt...

Heute habe ich die Saison 2014 eröffnet.

Bin mit Heidi erst zu meiner Mutter und dann über den Feldberg nach Hause gefahren.
Bei anfänglichen 6°C waren es auf dem Feldberg nur noch 1,5°C.

Das vorgesehene Foto mit Heidi im Schnee habe ich nicht gemacht. War mir zu kalt.
Und das gegoogelte Bild von "Heidi im Schnee" als Entschädigung spare ich mir, damit es keine Copyright-Verletzung gibt.

Jetzt weiß ich auch, dass die Temperaturanzeige unter 4°C zu blinken beginnt. Um vor möglicher Glätte auf der Straße zu warnen.

 

Also, da kauf ich mir ein nigelnagelneues Moped damit ich etwas Zuverlässiges habe und schon werde ich enttäuscht!

Habe die F800R beim Freundlichen mit 5 km auf der Uhr abgeholt und nach Hause gebracht. So weit so gut. Sie hat erst mal einen Namen bekommen - Heidi - Das ist dann nicht so sperrig beim Reden und Schreiben.

Nach der ersten kleinen Tour ging die ABS-Leuchte nicht mehr aus. Mit Tachostand 140 schon der erste Defekt!
Beim Freundlichen wurde Heidi an die Diagnose gelegt und ein defekter ABS Sensor hinten wurde als Ursache identifiziert. Da es nicht so kritisch ist und das Ersatzteil erst bestellt werden muss, habe ich die Reparatur bis zur Erstinspektion verschoben.

Bei der Erstinspektion (Tachostand 861), oder nach BMW Jargon "Einfahrkontrolle" wurde der ABS Sensor getauscht und die Sportkoffer montiert. Das Anpassen der Schließzylinder an meinen Schlüssel hat über €50 gekostet. Das aber nur am Rande. Als ich Zuhause ankam fiel mir auf, dass die Reifendruckkontrolle nicht mehr geht. Bin mal nach der Arbeit beim Freundlichen vorbeigefahren und es wurde mal wieder das Diagnosegerät befragt. Der RDC-Steuergerät meldete Maximalwerte für Reifendruck und Temperatur. Dies lies auf ein defektes Steuergerät schließen. Nicht was man sofort beheben kann, aber nicht weiter kritisch zum Fahren.

Aufgrund von Dienstreisen stand Heidi für 3 Wochen ungefahren in der Scheune. Als ich Sonntags zu Jan fahren wollte hatte sie keine Spannung mehr.
Gut dachte ich. Habe ja Mobilitätsgarantie - also mal die Nummer in München gewählt. Eine Stunde später kam auch ein großer X5 mit einem BMW-Mobilitäts-Mitarbeiter, der mich mit den Worten begrüßte "Von Motorrädern habe er keine Ahnung" und mit der Frage endete "wo ist den da die Batterie?". So motiviert haben wir eine Starthilfe-Batterie an Heidi angeklemmt und gesehen, dass sie einwandfrei startet.
Diagnose: Batterie tiefen-entladen. Ich solle sie laden, dann ist gut. Alternativ bot er mir an einen speziellen Motorrad Mobilitätsgaranie-Servicewagen zu rufen. Das dauert aber ein paar Stunden. Dieser würde Heidi dann per Anhänger bei einem Händler nach Wahl vor die Tür stellen. Am Montag könne ich dann mit dem Händler das weitere Vorgehen besprechen. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt...

Ich brachte Heidi dann selbst zum Freundlichen (Tachostand 1190) und gab eine Woche für die letztendlich Fehlersuche und Behebung. Ansonsten würde ich eine Wandlung des Kaufs anstreben. Mit dem Reset durch die tiefen-entladene Batterie ging auf einmal die Reifendruckkontrolle wieder. Er hat nichts weiteres gefunden und getan. Auf einer neue Batterie bestand ich aber, da Tiefenentladung Batterien schädigt. Insgesamt eine eher unerfreuliche Werkstatt-Erfahrung.

Seither läuft Heidi einwandfrei. Auch nach längerer Standzeit. Meine Erklärung des Ganzen:
Der Ausfall des ABS Sensors war der Auslöser. Ein früher Defekt ist nicht ungewöhnlich und kann schon mal passieren. Bei dem Austausch des Sensors wurde aber das RDC-Steuergerät ungewollt so "manipuliert", dass keine plausiblen RDC-Werte empfangen und ein Stand-by verhindert wurde. Dadurch wurde die Batterie tiefen-entladen. Der Reset durch fehlende Batteriespannung hat das RDC-Steuergerät dann wieder zum normalen Betrieb gebracht.

Nach einer letzten Fahrt am 24.12. auf den Feldberg steht sie nun gewaschen in der Scheune und hält Winterschlaf.

Mal wieder eine Tour mit der Blau-Silbernen und Freunden gemacht. In einer engen Kurve in einem kleine Dorf im Taunus ging der Motor einfach aus. Batterie leer!  Jan hat mich auf seiner F800R nach Hause gefahren um den Anhänger zum Abtransport der Blau-Silbernen zu holen.

Da hatte ich für einen Moment genug von dem alten Kram. Etwas neues zuverlässige muss her.
Das kenne ich schon. Als bei der Goldenen die Bremse fest ging war ich auch kurz davor bei BMW Bozen eine R1100S zu kaufen. Konnte mich aber gerade noch beherrschen. Dieses Mal  nicht...
Ich schaute ein wenig im Internet herum, was es an aktuellen Modellen gab.
Ich bin dann doch wieder bei BMW hängen geblieben und habe die F800R gewählt.

Gekauft wurde zunächst nach Prospekt.
Also alles ausgewählt was zu ordern war und dann zum Freundlichen gegangen und bestellt. Die Alarmanlage hat er mir ausgeredet. Die F800R hat schone eine Wegfahrsperre, da ist zusätzlich die Alarmanlage nicht nötig.
Die Farbe Mineral-Silber hatte ich nur auf den Prospektbildern gesehen. Ein schönes Silber mit tiefe. Also wurde diese Farbe bestellt. Das war ein Fehler - als ich sie zum ersten mal sah wirkte sie wie blass-braun Metallic oder Rentner-Beige. Zu spät...